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Menschliche Liebesbeziehungen

Menschliche Liebesbeziehungen

Als ich mich in das Thema ‚Menschliche Liebesbeziehungen‘ vertieft habe, kamen mir die Gedanken, die ich aufgrund des Umfangs in 3 Beiträgen verfasst habe, die ich euch gerne zur Verfügung stellen möchte. Vielleicht ist der ein oder andere Gedanke dabei, der für euch stimmig ist und gegebenenfalls zum Nachdenken anregt. Dann hat diese Beitrags-Trilogie bereits ihren Sinn erfüllt.

Los geht‘s

Der Bereich ‚Menschliche Liebesbeziehungen‘ gehört neben ‚Beruf/Finanzen‘ und ‚Gesundheit‘ zu den drei großen Fragen- und Problemkreisen menschlicher Existenz.

Menschliche Liebesbeziehungen und deren Handhabung haben schon immer zu viel Leid geführt.

Was ist hierfür ursächlich?

Meiner Meinung nach liegt das daran, dass die meisten Beziehungen aus Motivationen heraus eingegangen werden, die – auch meiner eigenen Erfahrung nach – nicht wirklich als Fundament für die persönliche Entwicklung, Entfaltung und Wachstum jeweils beider Partner und damit für die Beziehung an sich dauerhaft geeignet sind.

Was heißt das alles?

Nun, der Reihe nach:

Die meisten Menschen, mich eingeschlossen, fingen bzw. fangen Beziehungen aus zum Beispiel den folgenden Gründen an:

  • um nicht mehr einsam zu sein,

  • um nicht mehr alleine zu sein (wenn zum Beispiel die ‚alte‘ Beziehung gerade in die Brüche ging),

  • eine irgendwie empfundene Lücke zu füllen,

  • um ihr Ego zu besänftigen,

  • geliebt zu werden (damit sie dadurch das Gefühl haben sich selbst lieben zu können, was zugleich auch immer mit einer bestimmten Erwartungshaltung dem Partner gegenüber verbunden ist),

  • ihrer Depression ein Ende zu setzen,

  • sich von einer anderen Beziehung zu erholen oder gar

  • um sich von ihrer Langeweile zu befreien…usw.

Ich glaube keiner dieser Gründe wird in der Regel funktionieren.

Bei den meisten Menschen ist die ‚Liebe‘ eine Reaktion auf ein Bedürfnis, das erfüllt werden möchte. Beide sehen im anderen eine Chance für die gegenseitige Erfüllung von Bedürfnissen unter Bedingungen, nach dem Motto: ‚Ich gebe dir, was ich habe, wenn du mir gibst, was du hast.‘

Diese Wahrheit kommt dabei aber nicht ans Licht, sondern man sagt: ‚Ich liebe dich’…und damit beginnt die Enttäuschung…Denn es ist keine Liebe, sondern das Setzen gegenseitiger Bedingungen, ob bewusst oder unbewusst.

Auch Erwartungshaltungen (zum Beispiel wie der andere Partner der eigenen Vorstellung entsprechend sein und sich verhalten soll), Eifersucht (resultiert letztlich aus Verlustängsten, ist also ein Verhalten, das sich auf Angst gründet) und Kontrolle (Kontrolle ist ein Verhalten, welches ebenfalls aus der Angst geboren wird.) spielen in derartigen Beziehungen eine große Rolle.

Meine höchste Version der höchsten Vision von mir selbst in Bezug auf das Thema ‚menschlichen Liebesbeziehung‘ ist die Folgende:

Wenn zwei Menschen auf bewusster Ebene eine Beziehung eingehen und wissen, dass man eine Gelegenheit, keine Verpflichtung, erschaffen will für (gemeinsames) Wachstum (körperlich, geistig, seelisch), für den vollen Ausdruck des eigenen Selbst (das kann nur in Freiheit geschehen), für ein Leben, dass sich zu seinem höchsten Potenzial aufschwingt, dann hat eine Beziehung ein stabiles Fundament, eine sehr gute Grundlage. In einer solchen Beziehung sind Probleme (die immer auch auftreten werden) Gelegenheiten gegenseitigen Wachstums. Die Partnerin/der Partner ist in solchen Situationen nicht die Feindin/der Feind oder Widersacherin/Widersacher.

Was bedeutet: ‚Das kann nur in Freiheit geschehen?‘

Freiheit hat nichts damit zu tun, was man heutzutage unter offener Beziehung versteht.

Freiheit innerhalb der Beziehung bedeutet, dass jeder Partner für sich alle Freiheit für das eigene persönliche Wachstum hat. Freiheit in einer Beziehung bedeutet auch, dass jeder den anderen so nimmt wie sie/er ist und nicht versucht, den anderen seinen Vorstellungen gemäß zu manipulieren und zu verbiegen.

Wenn eine Beziehung auf einem stabilen Fundament steht, wirkt sich das auf den drei Ebenen unseres Seins beispielsweise wie folgt aus:

Auf körperlicher Ebene bedeutet dies sich gegenseitig viel Zärtlichkeit zu geben, Körperlichkeit auszuleben (Sex wird zu einem intensiven Erlebnis der besonderen Art, das heißt, das Erleben eines Orgasmus bleibt nicht nur auf die körperliche Ebene beschränkt, das heißt, wird nicht nur körperlich empfunden, sondern wird auf allen Ebenen des Seins intensiv gespürt. Ein solches Erlebnis hat übrigens höchst reinigende Wirkung auf alle Energiezentren des Körpers.), aber auch Vieles gemeinsam zu unternehmen und zu erleben.

Ein stabiles Fundament zeigt sich auf geistiger Ebene darin, sich mit dem Partner intensiv gedanklich austauschen zu können, Gespräche zu führen bzw. führen zu können, die beide Partner gegenseitig mehren, die dem eigenen persönlichen Wachstum und (zugleich) dem persönlichen Wachstum des anderen dienen. Aber auch zusammen einfach nur Spaß und Freude zu haben, über dieselben Dinge lachen zu können ist Ausdruck eines stabilen geistigen Fundaments.

Auf der seelischen Ebene drückt sich ein stabiles Fundament schließlich durch das Gefühl tiefer Verbundenheit aus. Man erkennt und weiß darum, dass wir (alle) eins sind, dass wir von gleicher Essenz sind, nämlich der Göttlichen. Tiefe Verbundenheit bedeutet, sich selbst und den Partner in seinem Wesen, in seiner Essenz intensiv zu fühlen, zu spüren. Das ist der angenehmste Weg für persönliches (d.h., jeder für sich) und gemeinsames Wachstum.

Wachstum…in immer neue Höhen des Seins, für ein Leben, das sich zu seinem höchsten Potenzial aufschwingt.

Wenn alle drei Ebenen Übereinstimmung aufweisen, das heißt, in Resonanz sind, spreche ich von der absoluten Liebe.

Um sich auf den Weg des Erlebens absoluter Liebe begeben zu können, um die absolute Liebe erfahren zu können, ist eines ganz wichtig: Ehrlichkeit.

Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und Ehrlichkeit dem Partner gegenüber.

Bevor ich im dritten Teil der Beitrags-Trilogie ‚Menschliche Liebesbeziehungen‘ auf die fünf Ebenen der Wahrheit näher eingehe, werde ich im nächsten Beitrag zunächst über ‚Erwartungshaltungen‘ und deren Auswirkungen auf menschliche Liebesbeziehungen schreiben.

Wie immer freue ich mich über Anmerkungen, Meinungen, Fragen usw…

Dies ist im Moment nur auf meiner facebook Seite (Spirituelle Lebenshilfe) möglich.

© 2018 von Thomas Schiffer, Beitrag erstellt am 23.07.2018, Alle Rechte vorbehalten.